Kampagne "Zwangsräumungen stoppen" startet!

Mehr als 250 Leute strömten am 15. Juli zur Auftaktveranstaltung der Kampagne „Zwangsräumungen stoppen“ ins Schanzenviertel. Mitten auf der Schanzenstraße hatten Aktivist_innen aus dem Bündnis „Mietenwahnsinn stoppen“ ein improvisiertes Podium aufgebaut: Dort diskutierten Vertreter_innen des Bündnis mit Aktivist_innen aus Berlin über Perspektiven einer Kampagne gegen Zwangsräumungen.

"Auftakt gelungen", so lautet das Fazit der Aktivist_innen aus dem Bündnis „Mietenwahnsinn stoppen“ zum Auftakt der Kampagne gegen Zwangsräumungen. Im Vorfeld der Veranstaltung hatte die Polizeisprecher Mirko Streiber gegenüber Hamburg1 angekündigt, dass die "Talkshow" unter freiem Himmel nicht wie geplant durchgeführt werden dürfe. Trotzdem versammelten sich gut zwei dutzend Aktivist_innen am 15. Juni um 16 Uhr im "Gefahrengebiet" Schanzenviertel auf Höhe der Kneipe Dschungel. Kurzerhand wurden Bänke, Stühle und eine Musikanlage auf die Straße gestellt. Zahlreiche Anwohner_innen und Interessierte strömten herbei. Die Polizei hielt sich im Hintergrund und beschränkte sich auf die Umleitung des Verkehrs.

 

So konnte die Talkshow mit Vertreter_innen aus dem Berliner Bündnis gegen Zwangsräumungen und Ali Gülbol (Mieter, der unter großem Protest im Februar aus seiner Wohnung in Berlin-Kreuzberg geräumt wurde) beginnen.

Mehr als zwei Stunden dauerte die Diskussion bei strahlendem Sonnenschein an. An einem Infotisch wurde zudem Infomaterial an Interessierte verteilt. Ab sofort können mittwochs von 16 bis 18 Uhr Betroffene in der GWA St. Pauli am Hein-Köllisch-Platz sich persönlich oder telefonisch unter 410 98 87 46 melden und um Unterstützung bitten.

 

Presseberichte:

Hinz&Kunzt: Hotline gegen Zwangsräumungen

taz: Kein guter Tag für die Polizei