Aktion: 'Zwangsräumungen verhindern' besucht SAGA/GWG

  • AktivistInnen protestieren vor der SAGA-Filiale in Harburg

Am Dienstag Vormittag haben 20 Unterstützer_innen zusammen mit dem akut von Zwangsräumung bedrohten Mieter Herrn Mathies die Geschäftsstelle der SAGA GWG in Harburg aufgesucht. Dabei wurde an die stellvertretende Leiterin der Geschäftsstelle ein Gesuch von Herrn Mathies überreicht, der bekundete, in seiner Wohnung wohnen bleiben zu wollen. Nachdem das Gesuch überreicht worden war und die Beteiligten das Gebäude verlassen, hatten kam es zu einer massiven Einschüchterung durch die Polizei, die von allen Teilnehmer_innen die Personalien aufnehmen wollte, weil sie sich angeblich an einer „unangemeldeten Demonstration“ beteiligt hätten.

Bericht zur Aktion bei Hinz&Kunzt: Erster Bündnisfall

Hintergrund ist die für den 11.7. angekündigte Zwangsräumung von Herrn Mathies, der in einer von 57 Wohnungen wohnt, die vom städtischen Träger Fördern und Wohnen (f&w) angemietet wurden und im Besitz der SAGA GWG sind. Nach dem Auslaufen des Vertrages mit Fördern und Wohnen sollen die Wohnungen nun entmietet an die SAGA GWG übergeben werden. Sämtlichen Mieter_innen wurde gekündigt.

„Wir protestieren dagegen, dass durch städtische Unternehmen wie die SAGA GWG Wohnungen entmietet werden, um sie teurer neu zu vermieten“, so Katherina Jung, Sprecherin des „Bündnisses Zwangsräumungen verhindern – Mietenwahnsinn stoppen“. „Wir fordern von der SAGA-GWG, dass sie die Mieter_innen von Fördern und Wohnen ohne weitere Mieterhöhungen übernimmt. Von Fördern und Wohnen fordern wir die Aussetzung der drohenden Zwangsräumung. Der aktuelle Fall zeigt einmal mehr, dass die SAGA GWG dazu benutzt wird, um Geld in die Stadtkasse zu spülen. Anstatt der sozialen Verantwortung gerecht zu werden, die die SAGA GWG als städtisches Wohnungsbauunternehmen hat, wird in Kauf genommen, dass Menschen obdachlos gemacht werden, um höhere Mieten verlangen zu können.“ 

Sollte der Zwangsräumungstitel nicht aufgehoben werden, kündigt das Bündnis für kommenden Donnerstag Proteste an.

Die Info-Hotline lautet: 040 / 410 98 87 46