SAGA/GWG - MIETEN RUNTER!
Für die Bündnisdemonstration "Mietenwahnsinn stoppen - Wohnraum vergesellschaften" gibt es neben dem gemeinsamen Bündnisaufruf mehrere Aufrufe von Gruppen aus dem Bündnis. Hier ist einer zum Thema SAGA und Mietpolitik
In fast allen Hamburger Stadtteilen wurden die Mieten in den letzten Jahren gewaltig erhöht - weit stärker als normale Einkommen oder die Inflationsrate. Schon jetzt beträgt der Anteil der Mietausgaben teilweise bis zu 60% des monatlichen Einkommens! Im Schanzenviertel z.B. kostet der Quadratmeter kaum unter 14 Euro/warm. Wenn das so fortschreitet - und das soll es - dann werden in vielen Stadtteilen, in den kommenden Jahren 64% der Bewohner_innen, die steigenden Mieten dann nicht mehr bezahlen können, ausgetauscht.
Die Mietsteigerungen werden auch dazu führen, dass die für Hamburg charakteristischen, kreativen und interessanten Stadtteile transformiert werden zu: uniform langweiligen, privatisierten Stadtteilen für Besserverdienende - bestehend aus Glaspalästen, elitären Shops und Kettenfilialen.
Menschen werden verdrängt - und GLEICHZEITIG stehen 1,4 Millionen Quadratmeter Gewerbe-Immobilien leer! Hier wird nicht Politik für die Menschen gemacht, sondern ausschließlich für die RENDITE VON WENIGEN!
DER STÄDTISCHE KONZERN SAGA/GWG KÖNNTE SEIN POTENZIAL ZUR MIETDÄMPFUNG ZU NUTZEN - ABER STATTDESSEN
- werden SAGA/GWG Mieterinnen extra zu Kasse gebeten, um Prestigeobjekte zu finanzieren - wird eine bewusste Verdrängung gesellschaftlich benachteiligter Menschen weiterhin verschärft - steigerte die SAGA/GWG in den vergangenen 12 Jahren die Durchschnittsmieten um 33% - erhöht sie beständig, sofort nach Erscheinen des Mietenspiegels, die Mieten, und trägt dadurch erheblich zum Ansteigen der Vergleichsmieten bei.
Dies ist, nicht nur wegen des großen Anteils gering Verdienender und Sozialtransfer-Empfänger_innen unter den Mieter_innen der SAGA/GWG, ein unerträglicher Skandal!
WIR FORDERN DESHALB - UND WENIGER IST NICHT AKZEPTABEL:
- Die SAGA/GWG muss ihrer sozialen Verantwortung wieder gerecht werden, sie darf sich nicht weiter als Mietentreiberin betätigen.
- Die SAGA/GWG muss wieder Wohnraum sicherstellen, der für alle Menschen bezahlbar ist, auch für Menschen mit niedrigem Einkommen, die keinen Anspruch auf Sozialwohnungen haben.
- Die SAGA/GWG muss in angemessenem Umfang Sozialwohnungen bauen.
- Der Verkauf von Wohnungen und Umwandlung in Eigentum wird sofort gestoppt.
- Die (Millionen) Gewinne der SAGA/GWG müssen den Mieter_innen und Angestellten zu Gute kommen.
- Alle für die SAGA/GWG Beschäftigten müssen ordentlich und mindestens nach Tarif bezahlt werden.
- Der Senat muss in erster Linie der SAGA/GWG Baugrundstücke zur Verfügung stellen, anstatt sie Investoren zu überlassen!
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