MITTE ALTONA - Eine Goldgrube für Investoren!
Für die Bündnisdemonstration "Mietenwahnsinn stoppen - Wohnraum vergesellschaften" gibt es neben dem gemeinsamen Bündnisaufruf mehrere Aufrufe von Gruppen aus dem Bündnis. Hier ist der der Anwohner_innen Initiative ALTOPIA
Für das Bahngelände Altona wird gerade ein neuer Stadtteil auf dem Reissbrett entworfen. Dabei werden die Fehler wiederholt, die bei der Planung der HAFENCITY gemacht wurden.Bei den insgesamt überplanten Flächen handelt es sich erstens um noch genutzte Bahnflächen, denn die Bahn AG weiss noch nicht, ob und wann sie den Fernbahnhof Altona an den Diebsteich verlegen will. Und zweitens um ein Industriegrundstück im Besitz von Holsten/Carlsberg (jetzt auch zumTeil von ECE). Und drittens um einen bereits entwidmeten Teil, den die ehemalige Bahntochter Aurelis hält, die heute je zur Hälfte dem Essener Baukonzern Hochtief und dem US-Finanzinvestor Redwood Grove gehört. Mit der Bebauung der Brauerei-Flächen und denen von Aurelis soll aber schon im nächsten Jahr begonnen werden. Diese Flächen werden als Industriegelände in Innenstadtlage jetzt mit 200 € qm bewertet. Für 80 € qm kaufte Aurelis. 1.500 € qm werden jetzt schon für Baugrund in der Nachbarschaft gezahlt! Es werden im ganzen ersten Bauabschnitt 200 Mio € an Wertschöpfung erzielt dadurch, dass diese Flächen nun Bauland werden: 80 Mio € durch Bodenwertsteigerung und nocheinmal 120 Mio € als Gewinn aus Bebauung.
Stadtplanung von unten – statt Planung von oben!
Wir fordern einen sofortigen Planungsstop und die Entwicklung eines LEITBILDES für die soziale Architektur dieses Neubaugebietes zusammen mit den Anwohner_innen der benachbarten Stadtteile! Wir verlangen eine Quote von 70% für den Bau von Sozialwohnungen! Dies wäre aus der enormen Wertschöpfung leicht zu finanzieren! Sollten die jetzigen Besitzer die aus einem solchen partizipativen Planungsprozess gewonnenen Ziele nicht umsetzen wollen, müssen sie im Gesamtinteresse der Stadt enteignet werden. Dabei wird der Bodenpreis auf Basis der bisherigen Nutzung (Verkehrsfläche) ermittelt. Die Kosten für die Sanierung (Altlasten!) werden vorher abgezogen.
Anwohner_innen Initiative ALTOPIA
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