Altona - Brennpunkt der Umstrukturierung

Für die Bündnisdemonstration "Mietenwahnsinn stoppen - Wohnraum vergesellschaften" gibt es neben dem gemeinsamen Bündnisaufruf mehrere Aufrufe von Gruppen aus dem Bündnis. Hier ist der der Altonaer Plattform gegen Verdrängung

Während ringsum in Eimsbüttel, Ottensen und dem Schanzenviertel seit Jahren systematisch, durch die Stadt erwünscht und gefördert die Bevölkerung zugunsten einer Mittelklasse ausgetauscht wird, lagen die Gebiete Altona-Altstadt und Altona-Nord in tiefem Dornröschenschlaf.
Das ist jetzt vorbei. Der Bezirk und die Stadt haben Großes vor. Ganz unverblümt wird von der „ungünstigen sozioökonomischen Struktur“ der zu vielen Armen, Arbeitslosen und Menschen ohne deutschen Pass geredet. Neue Kaufkraft soll ins Viertel. Und damit dabei auch ja nichts schief geht, wird das Ganze mit einem „Zukunftsplan Altona“ begleitet. Ikea wurde gerufen und wie vorher gesehen schnellen die Gewerbe- und Wohnungsmieten in die Höhe. Allen voran bei SAGA und BVE. Noch dramatischer werden sich die Aufwertungspläne zur „Hafencity II“ auf dem Bahngelände auf die umliegenden Viertel auswirken. Renditeerwartungen werden geweckt, Anpassungen des Mietenspiegels und Mieterhöhungen sind die Folge. Aufkommendem Protest wird vorbeugend durch angebliche Bürgerbeteiligungsverfahren begegnet.
Aufwertung heißt Verdrängung. Hier passiert das nicht? Das haben die Menschen im Schanzenviertel und in Ottensen vor 20 Jahren auch gedacht.
Viele von dort leben jetzt hier und wehren sich. Wir haben ein Recht auf gute, sanierte Wohnungen, schöne Strassen und Parks. Vor allem aber haben wir ein Recht darauf, nicht verdrängt zu werden.

Planungsstopp für das Bahngelände und den Zukunftsplan!
Organisieren wir uns gegen Vereinzelung und Verdrängung.
Leisten wir Widerstand!
Solidarität! Wir bleiben alle!

Altonaer Plattform gegen Verdrängung