Veranstaltung: Die Funktion von Großwohnsiedlungen für den gesamtstädtischen Wohnungsmarkt

29. März 2012 - 19:30
Centro Sociale, Sternstr. 2

Der BUKO-Arbeitsschwerpunkt Stadt Raum (ASSR) präsentiert die Veranstaltungsreihe "Die andere Seite der Gentrifizierung?": "Großwohnsiedlungen haben ein schlechtes Image in der Stadt. Sie gelten als unattraktive Orte, in denen die VerliererInnen von Gentrifizierung wohnen. Wir wollen diskutieren, was dran ist an der These, dass Arme, Alleinerziehende, MigrantInnen, etc. aus St. Pauli, der Schanze oder Ottensen in die Hochhäuser an die Ränder verdrängt werden. Lässt sich dieser Trend überhaupt belegen? Was wissen wir über diejenigen, die aus den Innenstädten weichen mussten? Dienen Großwohnsiedlungen tatsächlich zur ökonomischen "Bereinigung" des Wohnungsmarktes?

Diskussionsbeiträge von Dr. Martin Kersting (Mitglied des Stadtteilbeirates Steilshoop), Marc Meyer (Mieter helfen Mietern), Thomas Pohl (Stadtgeograph); Moderation: Sybille Bauriedl & Maik Lindemann (ASSR)."

 

"Die andere Seite der Gentrifizierung?" ist eine 2-teiligen Veranstaltungsreihe zu Großwohnsiedlungen in Hamburg und findet am 6.3. & 29.3. im Centro Sociale statt. Die Reihe findet in Kooperation mit den Freundinnen und Freunden des Centro Sociale und der Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg statt, gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung.

"Wenn von Gentrifizierung* gesprochen wird, sind damit oft stillschweigend die innenstadtnahen Viertel gemeint. Wie aber laufen Gentrifizierungsprozesse aus der Perspektive von den Rändern der Stadt? Welche Funktion haben Großwohnsiedlungen für den großstädtischen Wohnungsmarkt? Wie nehmen sich BewohnerInnen dort ihr Recht auf Stadt? Wie ist das Verhältnis zwischen so genannter Peripherie und dem "Zentrum"? Diesen Fragen möchten wir, der BUKO-Arbeitsschwerpunkt StadtRaum, in einer zweiteiligen Veranstaltungsreihe am Beispiel der Großraumsiedlung Steilshoop nachgehen.

* Gentrifizierung bedeutet die Verdrängung von gering verdienenden Bevölkerungsgruppen durch einkommensstarke Haushalte."