Kommentar: Wird wieder alles teurer - neuer Mietenspiegel

Heute (12.11.) wird in Hamburg der neue Mietenspiegel veröffentlicht! In den kommenden Wochen werden dann wieder zahlreiche sogenannte Mietanpassungen in die Briefkästen der MieterInnen segeln. Denn der Hamburger Senat hat bislang keinen Schritt unternommen, um endlich den Mietenwahnsinn zu stoppen.

Wir können uns schon denken, wie das Fazit von Senatorin Blankau zum Mietenspiegel 2014 lauten wird: Alles nur halb so schlimm, die Mieten steigen längst nicht mehr so rasant wie noch vor einigen Jahren. Kein Wunder! Denn inzwischen sind die Mieten bereits so viel zu hoch, bei Nettokaltmieten von 15 Euro/qm ist da selbst in Hamburg nicht mehr viel Luft nach oben ...

Die Antwort der SPD auf den Mietenwahnsinn in Hamburg lautete weiterhin "bauen, bauen, bauen". Doch Neubauten alleine schaffen keinen bezahlbaren Wohnraum. Das zeigt aktuell das Beispiel Hafencity: 1.800 neue Wohnungen sollen hier in den kommenden Jahren entstehen. Doch nur 11 Prozent der Wohnungen werden am Ende echte Sozialwohnungen werden.

So nicht, liebe SPD! Was wir brauchen ist ein Stopp des Mietenwahnsinns! So schön ein Mietenspiegel auch glänzt und glitzert. Derzeit greift er kaum noch regulierend in den Markt ein. Denn solange Vermieter bei der Weitervermietung einer Wohnung völlig freie Hand haben, wird der Mietenwahnsinn nicht gestoppt. Die Angebotsmieten liegen in Hamburg bereits 23,4 Prozent über dem Mietenspiegel! Eine Mietbremse, wie sie aktuell in den Koalitionsgesprächen in Berlin verhandelt wird, bräuchte Hamburg dringender heute als morgen. Ein echter, grundlegender Eingriff ist nötig. Ein Instrument, dass eben nicht die Interessen der Immobilieneigentümer berücksichtig, sondern sich eindeutig auf die Seite der MieterInnen stellt. Wohnraum darf nicht länger als Ware gehandelt werden: Keine Profite mit der Miete! 

 

Hier noch die Pressemitteilung der LINKEN zum Mietenspiegel.