Hunderte demonstrieren gegen den Ausverkauf der Stadt

  • Foto: Daniel Müller

Weit mehr als 1.000 Menschen demonstrierten am 17. Januar in Hamburg gegen steigende Mieten und den geplanten Büroklotz auf dem Zeise-Parkplatz in Ottensen.

Für den 31. Januar kündigen Recht-auf-Stadt-Initiativen weitere Proteste an. Unter dem Motto "Never mind the papers" rufen mehr als 70 Gruppe zu einer Demonstration für die Rechte von Flüchtlingen, Wohnungslosen und Wanderarbeitern auf.

Ab 14 Uhr versammelten sich die TeilnehmerInnen am Millerntorplatz auf St. Pauli. Dänische Fahnen und Slogans wie "Hamborg raus aus Altøna" verdeutlichten, dass sich vor allem Menschen aus Altona auf den Weg gemacht hatten, um gegen die Gentrifizierung in Ottensen zu protestieren. Der Demonstrationszug führte vorbei an den ehemaligen Esso-Häusern bis nach Ottensen. Mit der Zeit schlossen sich immer mehr Menschen dem Protestzug an, so dass gegen Ende wohl mehr als 1.500 Menschen am Zeise-Parkplatz der Forderung nach Wohn- statt Bürobau Ausdruck verliehen.

In vielen Redebeiträgen beklagten die AktivistInnen die mangelnde Einbeziehung der BürgerInnen in stadtpolitische Entscheidungen. Denn der Streit um den geplanten Büroklotz in Ottensen erregt weiter die Gemüter und könnte sich für den SPD-Senat vier Wochen vor der Wahl noch zum Eigentor entwickeln. Die dritte Demonstration der Initiative Pro Wohnen Ottensen war der bislang größte Protestzug gegen das umstrittene Bauvorhaben.

Hier ein Überblick über die Presseberichte:

Mopo: 1000 Menschen demonstrieren auf der Reeperbahn gegen Bürobau

NDR: Hunderte demonstrieren für bezahlbare Mieten

FAZ: Bürgerinitiative gegen Neubau von Werbekonzern

Mittendrin: Für bezahlbaren Wohnraum: "Wir fühlen uns ausverkauft"

 

Foto: Daniel Müller