Hausbesetzung: Hunderte feiern im alten Spiegel-Haus

  • Ein Transparent hängt aus dem Spiegel-Haus
  • Ein roter Teppich führt zum offenen Spiegel-Haus
  • Glitzerdecken versperren die Sicht zur Party ...
  • ... und dahinter wird gefeiert.

Etwa 400 Leute haben in Hamburg in der Nacht auf den 8. Juni eine Party im alten Spiegel-Haus an der Willy-Brandt-Allee gefeiert. Kurz nach Beginn der Aktion rückte die Polizei an und umstellte das seit Ende 2011 leerstehende Gebäude. Nach Verhandlungen mit der Polizei konnten alle Party-Gäste das Gelände ohne Personalienfeststellung verlassen.

Kurz vor Mitternacht begann die Aktion: Aus mehreren Richtungen strömte die Menge zum alten Spiegel-Haus an der Elbe. Die beiden größten "Finger" bildeten zwei spontane Raves, mit etwa hundert Teilnehmern. Begleitet von nur einem Polizeiwagen vereinten sich die Gruppen unter großem Jubel am Spiegel-Haus.

Die Tür des Gebäudes stand offen. Immer mehr Menschen unternahmen eine Begehung der Gebäudes. Währenddessen hatte sich die Party ins Gebäude verlagert. Drinnen wurde zur lauten Musik getanzt. Der Strom kam offensichtlich aus der Steckdose, die Stromversorgung wurde offensichtlich nie gekappt, im Foyerbereich war sogar Licht.

Zwei Stunden feierten die Partygäste in der alten Spiegel-Kantine. Im Dunkel des Raumes waren nur die Knicklichter an den Armen der Feiernden zu sehen. Unterdessen verhandelten Anwälte mit der Polizei, die inzwischen das Gebäude umstellt hatte. Das Ergebnis: Um 1.45 Uhr wurde die Aktion beendet. Hunderte strömten aus dem Spiegel-Haus auf die Straße - allerdings ohne Feststellung der Personalien.

Unser Fazit: Eine tolle Party-"Besetzung". Etwa 400 Leute versammelten sich spontan zu einer Party in einem leerstehenden Gebäude und überraschten die Polizei. Ätsch!