Euromayday gegen Mietenwahnsinn und Verdrängung auf St. Pauli
Am 1. Mai haben sich etwa 2.500 TeilnehmerInnen dem Euromayday angeschlossen. Das Bündnis "Mietenwahnsinn stoppen" hatte zusammen mit der Initiative Esso Häuser und SOS St. Pauli zu einem eigenen Block unter dem Motto "Stadtplanung von unten, statt Abriss und Verdrängung" aufgerufen. Zahlreiche TeilnehmerInnen des Euromaydays schlossen sich dem "Mieten-Block" an, der mit Wimpeln und Luftballons für klein und groß auch nach außen für Sichtbarkeit sorgte.
Von der Harkortstraße in Altona zog der Euromayday am frühen Nachmittag los Richtung St. Pauli. Unterwegs wurden Ballons verteilt, die AnwohnerInnen per Flugblättern über den Kampf gegen steigende Mieten informiert und die Gruppe Avanti mobilisierte für einen eigenen "Recht auf Stadt"-Block bei den Blockupy-Krisenaktionstagen im Mai in Frankfurt.
Die größte Menschenmenge versammelte sich jedoch - fast schon traditionell - hinter dem Wagen der Hedonistischen Internationalen, die auch noch auf dem Spielbudenplatz mit ihrer Partymusik für gute Unterhaltung sorgten. Während in der einen Ecke des Spielbudenplatzes die Massen feierten, lauschte der Rest vor dem Planet Pauli den Reden, bei denen der Kampf um den Erhalt der Esso-Häuser im Mittelpunkt stand. "Platz nehmen" lautet dieses Jahr das Motto des Euromaydays. Wer mit einer Platzbesetzung gerechnet hatte, sah sich jedoch getäuscht. Zelte oder andere Formen der Behausung hatten nur die wenigsten TeilnehmerInnen mitgebracht und so zogen die TeilnehmerInnen nach Abschluss der Kundgebung am frühen Abend von dannen.
Weitere Bilder vom Euromayday 2012 präsentiert u.a. "Leerstand zu Wohnraum".
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