Bundesweiter Aktionstag "Mietenwahnsinn stoppen" - Fotoaktion bei Akelius

Im Rahmen des bundesweiten Aktiontags "Mietenwahnsinn stoppen" gab es am 9. September auch eine Protestaktion in Hamburg-Altona:

19,52 Euro, 18,33 Euro und 18,50 Euro – so lauten Quadratmeterpreise, die das Immobilienunternehmen Akelius derzeit für Wohnungen in Hamburg verlangt. Dabei ist egal ob St. Pauli, Wandsbek oder wie hier in Altona: Am Hamburger Mietenspiegel hat sich der schwedische Investor noch nie orientiert. Und die Mietpreisbremse? Von der zeigt man sich in der Verwaltung des Unternehmens wenig beeindruckt. Einzelne Mieter wehren sich zwar mithilfe der Mietervereine. Doch Akelius macht einfach weiter und treibt den Mietenwahnsinn in bislang unbekannte Dimensionen. Aktuelles „Highlight“: 36,80 Euro/qm in St. Georg. Aber auch hier, für diese Zwei-Zimmer-Wohnung in einem Altbau in Ottensen verlangte Akelius eine Miete, die insgesamt knapp 300 Euro über dem Mietenspiegel liegt. 885 Euro statt erlaubten 500 Euro.

 

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Im Rahmen des bundesweiten Aktionstags „Mietenwahnsinn stoppen“ haben wir am Samstag in Hamburg auf die Schweinereien von Akelius aufmerksam gemacht. "Video" von der Aktion. Das Verhalten des schwedischen Investors in der Hansestadt macht deutlich: Die Mietpreisbremse hat versagt! Vermieter spüren keine Konsequenzen, wenn sie gegen geltendes Recht verstoßen. Und Vermieter erhalten zu wenig Unterstützung. Die SPD verspricht eine Reform der Mietpreisbremse nach der Bundestagswahl, scheut aber jetzt schon den Konflikt mit den Koalitionspartnern CDU/CSU und Immobilienverbänden. Wir glauben: Das ist viel Lärm um nichts.

 

Wenn es eine Änderungen der katastrophalen Situation auf dem Hamburger Wohnungsmarkt geben soll, dann muss die Koppelung von Wohnen an Profit ein Ende haben. Keine Profite mit der Miete. Akelius das Handwerk legen. Wohnraum muss gänzlich anders organisiert werden: Wir nennen es Vergesellschaftung von Wohnraum. Eine Stadt ohne Investoren mit ausreichend schöne Wohnungen für alle – damit nicht länger das dickste Portemonnaie über die Vergabe von Wohnungen entscheidet.