Aktionstag: Suchst du noch oder wohnst du schon?
Für den 27. Oktober rufen Initiativen aus der Kampagne "Schlaflos in Hamburg? Mietenwahnsinn stoppen!" zu einem Aktionstag auf.
Ab 14 Uhr sollen "in Form von kleinen Stadtspaziergängen ... die brisantesten Spielfelder der hamburgischen Stadtentwicklungspolitik erkundet und Alternativnutzungen praktisch erarbeitet werden", ab 15 Uhr gibt es eine "Flatterband-Aktion" von SOS St. Pauli und SOS Karoviertel und ab 17 Uhr findet unter dem Motto "Kein Abriss Breite Straße" eine Mahnwache und "Lichterumzingelung" in der Breite Straße statt.
Auch in Lüneburg wird am 27.10. gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn protestiert. Die Bürgerini "FrommeBastion" wehrt sich dort gegen den Abriss der Frommestraße 4. Los geht es um fünf vor zwölf im Frommepark. Weitere Infos gibt es hier. Wir solidarisieren uns mit der Bürgerinitiative und wünschen ihr eine erfolgreiche Demonstration!
Der Ablaufplan für Samstag den 27.10. in Hamburg:
14 Uhr Start Uni-Campus:
Im Aufruf des Bündnisses "Schlaflos in Hamburg" heißt es: "Wir wollen unseren Protest auf die Straße tragen – kreativ, bunt und vielfältig! In Form von kleinen Stadtspaziergängen sollen die brisantesten Spielfelder der hamburgischen Stadtentwicklungspolitik erkundet und Alternativnutzungen praktisch erarbeitet werden. Wir wollen uns ein Recht auf Stadt nehmen und Wohnraum selber machen! Kommt vorbei, zeigt Präsenz, packt mit an! Los geht es um 14 Uhr vom Campus der Uni Hamburg. Informationen zum Aktionstag "Suchst du noch oder wohnst du schon?" gibt es hier!
Die Kampagne "Flora bleibt unverträglich" mobilisiert mit einem eigenen Aufruf zum Aktionstag: "Wir rufen dazu auf, an dieser Erkundung und anderen Aktionen im Rahmen des Tages teilzunehmen. Die Realität in Hamburg ist nicht nur bestimmt von Mangel an Wohnraum, sondern auch von zahlreichem Leerstand. Hausbesetzungen sind für uns eine Form der Vergesellschaftung und Praxis, die nicht nur konkrete Räume zum Wohnen und für soziale Projekte schaffen können, sondern auch Kontrapunkte gegen die kapitalistische Stadtentwicklung darstellen." (Aufruf "Erkundet die Weite des Raumes")
15 Uhr Zwischenstopp "Flatterband-Aktion":
"Wir vernetzen mit einem Flatterband Orte des Widerstands, der Empörung, der Gegenwehr, der Phantasie quer durch St. Pauli, um unseren Zusammenhalt zu demonstrieren: Gegen Mietenwahnsinn, Umwandlung, Abriss und eine Stadtentwicklung durch Investoren.
Von den nachfolgend aufgeführten Standorten aus soll jeweils zur gleichen Zeit losgeflattert werden -- erstmal in Richtung Wohlwillstraße zum gemeinsamen Treffen am St. Pauli-Archiv (ca. 16 Uhr). Als Abschluss unterstützen wir den Protest der Anwohner_innen gegen den Abriss der Häuser Breite Straße 114/116. Um 15:00 wird von verschiedenen Orten aus gestartet:
* Platz der Genossenschaft, Ecke Marktstr./Grabenstr.
* Keimzelle, Ölmühlenplatz
* Centro Sociale, Sternstr. 2
* Planungswürfel Wunschproduktion Rindermarkthalle, Neuer Pferdemarkt / beim Grünen Jäger
* Esso-Häuser, Spielbudenplatz
* Niebuhrhaus, Reeperbahn 157
Ein Vorbereitungstreffen für die Flatterband-Aktion am 27.Oktober ist am Mittwoch, den 24. Oktober um 19:30 im Centro Sociale (Kubus)."
17 Uhr Abschluss Breite Straße:
"Wir rufen zu einer "Protest – Lichter – Umzingelung" des Häuserblocks um die Breite Straße auf. Unsere Forderungen lauten:
- Erhalt und Sanierung der historischen Häuser in der Breite Straße 114-116
- Bebauung der angrenzenden Baulücken mit für uns bezahlbaren Mietwohnungen
- Architektur, die der Umgebung entspricht und sich in Altona-Altstadt integriert
Ab 17 Uhr findet eine Kundgebung vor den Häusern statt mit Live Musik von der Gruppe Gutzeit und verschiedenen Redebeiträgen u.a. Rechtsanwalt Marc Meyer für Mieter helfen Mietern, sowie der Bürgerschaftsabgeordnete Norbert Hackbusch von der LINKEN. Auch soll von verschiedenen weiteren Aktionen berichtet werden, die an diesem Tag in Hamburg stattgefunden haben werden. Wir sind Teil des Aktionstages gegen Wohnungsnot, steigende Mieten und Verdrängung.
Um 19 Uhr wollen wir - hoffentlich mit Sambagruppe - einmal gemeinsam um den Häuserblock Breite Straße – Schleestraße – Amundsenstraße – Komödienstieg ziehen und dann eine Menschenkette aufbauen. Mit der Umzingelung schaffen wir ein Bild der Betroffenheit, aber auch des Zusammen-Stehens in einer gemeinsamen Kette mit vielen unterschiedlichen Lichtern in den Händen. Wir sind Protest und Schutz gegen den drohenden Abriss. Wir sind da, denn das kleinste Licht durchbricht die Dunkelheit."
Informationen zur Mahnwache und "Lichterumzingelung" finden sich hier.
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