400€ für ein WG-Zimmer? Nicht mit uns! Mietenwahnsinn stoppen - Wohnraum vergesellschaften.
Für die Bündnisdemonstration "Mietenwahnsinn stoppen - Wohnraum vergesellschaften" gibt es neben dem gemeinsamen Bündnisaufruf mehrere Aufrufe von Gruppen aus dem Bündnis. Hier ist einer speziell für Studierende
Jedes Jahr aufs Neue rennen unzählige Studierende im September und Oktober in Hamburg den Wohnungsmarkt ein. Gedrängel bei Wohnungsbesichtigungen und über 70 Rückmeldungen auf eine Anzeige bei WG-Gesucht sind keine Seltenheit. Günstige Angebote dafür schon. Mittlerweile liegt der Mietdurchschnitt für Studis für ein WG-Zimmer in Hamburg bei 345€ (inkl.Nebenkosten). Damit ist die Hansestadt für Studierende knapp hinter München die zweitteuerste Stadt Deutschlands. (19.Sozialerhebung DSW).
Für den diesjährigen Wintersemesterstart (2011/12) meldet die Uni Hamburg einen Bewerber*innenrekord auf die Studienplätze. Aufgrund des Hochschulpakts und weiterer Bundesmittel stehen knapp 1300 zusätzliche Studienplätze zur Verfügung. Ebenso wie die Studienplätze lange nicht ausreichen, ist der bezahlbare Wohnraum knapp. Statt die Studentenwohnheimplätze zu erweitern, wird mal eben der Semesterbeitrag weiter erhöht. Dabei können in Hamburg nur knapp 10% der Studis einen Wohnheimplatz bekommen. Das heißt also, Studierende sind angewiesen auf Wohnungen aus dem knappen, teuren Angebot.
Zwar entstehen in Hamburg laufend neue Wohnung, aber wer kann sie sich leisten? 12€/m² kalt lächelt höhnisch Studis und Menschen in Hamburg entgegen. Daneben behauptet die neue Bausenatorin Jutta Blankau, dass es in Hamburg keine Wohnungsnot gäbe. Deutlich dabei wird, dass sich der Wohnungsmarkt (nicht nur) in Hamburg entgegen der Bedürfnisse von einem Großteil der Bevölkerung entwickelt. Da helfen auch die lächerlichen 6.000 neuen im Wahlkampf von der SPD versprochenen Sozialwohnungen nicht, wenn gleichzeitig jährlich rund 15.000 Sozialwohungen aus der Mietpreisbindung fallen.
Wir wollen keine Sonderbehandlung von Studierenden oder um den knappen bezahlbaren Wohnraum mit anderen betroffenen Menschen buhlen – auch Geringverdiener*innen, Erwerbslose, Rentner*innen oder sozialen Projekten werden aus Gegenden vertrieben oder müssen große Teile ihres Geldes für die Miete aufwenden. Das liegt an einer einseitigen Stadtentwicklungspolitik und einem kapitalistischen Immobilienmarkt, der auf Gewinne, statt auf ein Recht auf Wohnraum ausgerichtet ist. Etliche Räume stehen leer in Hamburg, auch welche die in Besitz der Stadt sind. Für Abschreibungen und Steuervorteile werden zB Büroräume absichtlich leer gehalten. Wir sagen: Schluss damit! Vergesellschaften! Leerstand und horrende Miete sind Wahnsinn!
Termine
Meistgelesen
Newsletter
Abonnieren Sie den Newsletter und bleiben Sie immer auf dem laufenden.
