Bustour zur Sonnenseite des Mietenwahnsinns

22. Juni 2013 - 11:00

Es geht wieder los: In Kooperation von Sunnyside-Tours und Mietenwahnsinn.de haben wir eine weitere attraktive Busfahrt im Angebot. Dieses Mal geht es zur Sonnenseite des Mietenwahnsinns. Wohnungsnot war gestern! Bestaunen Sie Prachtexemplare des Hamburger Wohnungsmarktes: Luxus- Apartments, Abrissobjekte und wunderschöne Neubauten – für jeden ist was dabei.

Bei Interesse melden Sie sich bitte unter mietenwahnsinn@rechtaufstadt.net an

Hausbesetzung: Hunderte feiern im alten Spiegel-Haus

Etwa 400 Leute haben in Hamburg in der Nacht auf den 8. Juni eine Party im alten Spiegel-Haus an der Willy-Brandt-Allee gefeiert. Kurz nach Beginn der Aktion rückte die Polizei an und umstellte das seit Ende 2011 leerstehende Gebäude. Nach Verhandlungen mit der Polizei konnten alle Party-Gäste das Gelände ohne Personalienfeststellung verlassen.

Kurz vor Mitternacht begann die Aktion: Aus mehreren Richtungen strömte die Menge zum alten Spiegel-Haus an der Elbe. Die beiden größten "Finger" bildeten zwei spontane Raves, mit etwa hundert Teilnehmern. Begleitet von nur einem Polizeiwagen vereinten sich die Gruppen unter großem Jubel am Spiegel-Haus.

Solidarität mit der Corrala Utopia in Sevilla

Im spanischen Sevilla droht der "Corrala Utopia" die Räumung. Ausgehend von den Informationspunkten für Betroffene von Zwangsräumungen, die in allen Stadtteilen Sevillas entstanden, schlossen sich Anfang 2012 erstmals 36 Familien zusammen, um die Besetzung eines seit drei Jahren leerstehenden Hauses zu planen. Im Mai 2012 zogen sie dann in das Haus ein – und gaben dem Haus den Namen „Corrala de las vecinas la Utopía“. Einige der Bewohner_innen besuchten im letzten Herbst Hamburg und nahmen an der Demonstration "Mietenwahnsinn stoppen" teil.
Nun, ein Jahr nach dem Einzug will die Sparkasse Ibercaja in deren Besitz das Haus in der Zwischenzeit überging dieses räumen lassen.

Aus diesem Anlass fanden sich am vergangenen Donnerstag in Hamburg ein paar solidarische Menschen zusammen und schickten ein Protestfax an die Ibercaja-Zentrale. Die Idee dahinter ist: Zum einen Ibercaja zu zeigen, dass es an vielen Orten Menschen gibt, die solidarisch mit der Corrala Utopia sind und nicht bereit sind eine Räumung einfach hinzunehmen. Zum anderen verbrauchen schwarze Faxe viel Tonerfarbe und nerven dort wenigstens ein bisschen. Eine kleine Aktion, die sehr zum Nachahmen empfohlen ist und sich von überall machen lässt, wo ein Faxgerät steht!

Heute wurden drei Transparente an der Hafenstraße angebracht (siehe Foto). Expropiar Ibercaja heißt Ibercaja enteignen.

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Demonstration: Esso-Häuser bleiben!

Gelungener Auftakt in den Widerstand gegen steigende Mieten und Verdrängung im Jahr 2013: Im Anschluss an die 2:3-Niederlage des FC St. Pauli gegen Hertha BSC haben am Sonntag dem 28. April bis zu 3.000 HamburgerInnen für den Erhalt der Esso-Häuser auf dem Kiez demonstriert. Erste Berichte finden sich in der Mopo, dem Abendblatt und bei Hamburg 1. Wir dokumentieren im Folgenden den Aufruf:

Hausdurchsuchung wegen angeblicher Besetzung

Pressemitteilung : Am Freitag, den 12. April, kam es in Hamburg-Barmbek zu einer Hausdurchsuchung durch die Polizei aufgrund einer angeblichen Hausbesetzung im Oktober 2012. Um 7.30 Uhr durchsuchten acht Polizeibeamte die Wohnung eines Jugendlichen (21 Jahre). Das Bündnis „Schlaflos in Hamburg? Mietenwahnsinn stoppen“ verurteilt aufs Schärfste eine solche Form der Kriminalisierung der Proteste gegen Wohnungsnot und steigende Mieten.

Veranstaltungsreihe: "Unternehmen Wilhelmsburg"

Nun denn, das Frühjahr 2013, die Stadtentwicklungsshows IBA und igs, beginnen. Der Arbeitskreis Umstrukturierung Wilhelmsburg hat sich dazu entschieden, letzte Fragen auszuräumen sowie Perspektiven jenseits von IBA, igs und Senat zu erarbeiten. Da soziale Fragen durch den Senat über die IBA / igs derzeit unternehmensförmig beantwortet (oder halbrechts liegengelassen) werden, haben die Aktivisten die Reihe "Unternehmen Wilhelmsburg" genannt. Die einzelnen Veranstaltungen finden sich auf ihrem Blog.

Berlin: Polizei setzt Zwangsräumung durch

In der SPD-geführten Bundeshauptstadt Berlin hat die Polizei am 14. Februar gewaltsam die Zwangsräumung einer Wohnung in der Lausitzer Straße durchgesetzt. Mehrere hundert UnterstützerInnen hatten sich in den Morgenstunden vor dem Haus und den umliegenden Straßen versammelt und versucht die Zwangsräumung zu blockieren.

Berlin: Zwangsräumung verhindern!

Aktuelle Infos zur Räumung am 14. Februar in der Lausitzer Str. 8 in Berlin finden sich bei twitter (hashtag #wirbleibenalle, #zwangsräumung) Facebook und dem Berliner Bündnis "Zwangsräumungen stoppen".

Stand um 9.15 Uhr: Traurig, aber wahr! Die Zwangsvollstreckerin war offensichtlich im Haus. Mieter Ali Gülbol: "Die Wohnung ist geräumt. Danke für die Unterstützung!" Rund ums Haus gab es zuvor Auseinandersetzungen mit der Polizei, die Pfefferspray eingesetzt hat.

Mietenfrage wird Wahlkampfthema

Im Zuge der bevorstehenden Bundestagswahl schaltet sich nun auch die Bundes-SPD in die Debatte um bezahlbaren Wohnraum ein. Ein zentraler Auslöser hierfür sind sicherlich die weitreichenden Proteste der bundesweit entstandenden "Recht auf Stadt"-Initiativen, die im letzten Herbst zum Thema Mieten medial und auf der Straße enormen Druck aufbauen konnten.

Bürgerschaft & Bundestag: So wird der Mietenwahnsinn nicht gestoppt

In der Hamburgischen Bürgerschaft und im Bundestag stehen heute (13.12.) wichtige Entscheidungen rund um Mietrecht und Wohnungspolitik auf der Tagesordnung. Echte Verbesserungen oder gar die Einführung einer Mietobergrenze können nicht erwartet werden. Vielmehr weist Andrej Holm auf seinem gentrificationblog darauf hin, dass im Bundestag innerhalb von 45 Minuten (!) das Mietrechtsänderungsgesetz, das viele Verschlechterungen für die MieterInnen mit sich bringt, durchgepeitscht werden soll.

Aktion: Recht auf Stadt unterwegs mit der U4

Etwa 25 AktivistInnen aus dem Netzwerk "Recht auf Stadt" haben sich am Samstag, dem 8. Dezember, an einer Protestfahrt mit der neuen U4 beteiligt. Ausgestattet mit Musikanlage, Masken und Pappschildern begaben sich die AktivistInnen gegen Mittag auf eine Reise entlang Hamburgs teuerster Kurzstrecke und protestierten damit gegen die fehlgelaufene Stadtentwicklungspolitik.

Aktion: Monaco eröffnet Honorarkonsulat im Karoviertel

Heute Mittag haben AktivistInnen aus dem Bündnis „Mietenwahnsinn stoppen“ im Hamburger Karolinenviertel mit einer kreativen Protestaktion feierlich das neue Honorarkonsulat von Monaco eröffnet. Die AktivistInnen wollten mit der Aktion auf ein extremes Beispiel des Hamburg Mietenwahnsinns aufmerksam machen und auf die Demonstration gegen Mietenwahnsinn am 10. November (13 Uhr Hachmannplatz/HBF) in Hamburg hinweisen.

Bundesweiter Protest gegen steigende Mieten und Verdrängung

Erstmals wird am 10. November in mehreren Großstädten zeitgleich gegen den Mietenwahnsinn demonstriert. Gemeinsam mit dem Bündnis Keine Rendite mit der Miete und der Ini Kotti & Co aus Berlin und dem Netzwerk Recht auf Stadt aus Freiburg hat das Hamburger Bündnis Mietenwahnsinn stoppen eine gemeinsame Presseerklärung verfasst. Wir präsentieren euch im Folgenden alle Informationen zu den Demonstrationen und stellen euch Kampagnen und Initiativen aus anderen Städten der Bundesrepublik vor, die sich gegen den Mietenwahnsinn zur Wehr setzen.

Erneute Hausbesetzung in Hamburg

Am 7. November wurde in Hamburg erneut ein Haus symbolisch besetzt: Gegen Mittag drangen AktivistInnen in das seit Jahren leerstehende und dem Verfall überlassene Grindelhochhaus in der Oberstraße 14 a-c ein, um auf steigende Mieten und Verdrängung aufmerksam zu machen. Noch vor dem Eintreffen der Polizei entschwanden die AktivistInnen. Vor dem Gebäude protestiert danach etwa 30 UnterstützerInnen gegen den Mietenwahnsinn in der Hansestadt. Ein längere Bericht findet sich beim AStA der Uni Hamburg ...

Hausbesetzung in Hamburg-Horn durch Polizei beendet

Am 3. November wurde in Hamburg-Horn die seit Jahren leerstehende Villa Behnke (Horner Landstraße 369) am Nachmittag besetzt. Das Gebäude gehört der SAGA und ist somit in städtischer Hand.Die Polizei rückte mit mehreren Hundertschaften und Wasserwerfern an und räumt gegen Abend das Gebäude, vor dem sich etwa 150 UnterstützerInnen versammelt hatten.

Erfolg: SPD plant Bundesrats-Initiative zur Deckelung der Neuvermietungspreise

Seit über einem Jahr kämpft das Bündnis "Mietenwahnsinn stoppen" für bezahlbaren Wohnraum und die Einführung einer Mietobergrenze. Für den Herbst kündigt das Bündnis weitere Demonstrationen und einen Aktionstag am 27. Oktober an. Nur wenige Tage nach dem Auftakt der Kampagne macht die SPD einen Schritt auf die Bewegung zu und verspricht eine Bundesrats-Initiative zur Deckelung der Neuvermietungspreise. Ein erster Teilerfolg!

Pressespiegel: Kampagne "Schlaflos in Hamburg? Mietenwahnsinn stoppen!"

Wir dokumentieren im Folgenden die Presseartikel, Videoberichte und Fotos zur Kampagne "Schlaflos in Hamburg? Mietenwahnsinn stoppen!" und einen Bericht zum Aktionstag "Suchst du noch oder wohnst du schon?" am 27. Oktober ...

Bitter aber wahr: In Hamburg stehen 970.000 m² Bürofläche leer!

Vor nun mehr drei Jahren zog am 23. Oktober 2010 ein Demonstrationszug mit mehreren tausend TeilnehmerInnen vom Uni-Campus zu dem fast komplett leerstehenden Astra-Turm auf St. Pauli um gegen den massiven (Büro-)Leerstand zu protestieren und bezahlbaren Wohnraum einzufordern. Am 10. Oktober 2012 veröffentlichte das Abendblatt Berechnungen von Grossmann & Berger, die deutlich machen, dass sich die Situation nur unwesentlich verbessert hat: "Danach stehen noch 970.000 m² Bürofläche leer."

Demonstration: Mietenwahnsinn stoppen!

Hachmannplatz, HBF

Am 10. November fand in Hamburg eine große Demonstration gegen Mietenwahnsinn und Verdrängung statt. Initiativen aus dem Netzwerk "Recht auf Stadt" und das Bündnis "Mietenwahnsinn stoppen" haben einen Aufruf für den Aktionstag und die Demonstration im Rahmen der Kampagne "Schlaflos in Hamburg! Mietenwahnsinn stoppen!".

Presseberichte: Tagesschau / ZDF Heute / Mopo / NDR / Welt / Welt 2 / Süddeutsche / Hamburger Abendblatt / Focus / Deutschlandradio / RTL / Indymedia / Indymedia 2 / Taz Berlin / Badische Zeitung

Lokale Bündnisse: Mietenwahnsinn stoppen (Hamburg) / Demo-Bündnis Stadt der Zukunft (Berlin) / Recht auf Stadt Freiburg

Pressemitteilung der drei Bündnisse

Aktion: Protest gegen Mietenwahnsinn auf St. Pauli

Mit einer spektakulären Aktion haben AktivistInnen der Ini "S.O.S. St. Pauli" am 14. September auf die Situation in dem Niebuhr Hochhaus (Reeperbahn 157) auf St. Pauli aufmerksam gemacht. In weiße Overalls gekleidet versammelten sich die AktivistInnen um 11 Uhr vor dem Haus. Während der Bürgersteig mit Absperrband gesichert wurde, quoll allmählich immer mehr Rauch aus dem Hauseingang. Inmitten der Nebelschwaden tauchte eine große "Gifttonne" auf und per Megafon wurde die Passanten über die Asbestbelastung im Gebäude informiert (taz berichtet). Bei aller Ironie, hinter der Aktion steckt bitterer ernst. Denn bei der Umwandlung einiger Mietwohnungen in Eigentum wurde nachweislich Asbest freigesetzt (vgl. taz vom 26.10.2011).